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Mediensucht ist der Oberbegriff der auch die Internetsucht, als eine Sucht nach einem Medium, einschließt. Die Mediensucht zählt somit zu den stoffungebundenen bzw. substanzunabhängigen Süchten. Grundsätzlich kann jedes Verhalten des Menschen, vor allem, wenn es bereits zur Gewohnheit wurde, süchtig "entgleisen". Die Grenze zwischen dem unproblematischen und dem problematischen Konsum oder Verhalten zu ziehen, ist äußerst schwierig. Der Übergang vom gewohnheitsmäßigen Konsum, über den Missbrauch und den schädlichen Gebrauch, bis zur Abhängigkeit ist fließend.
Die am meisten gefährdete Gruppe sind Jugendliche und Kinder. Dabei stehen interaktive Medien im Fordergrund: Fernsehen, Internet, Handy etc.

Grundsätzlich ist jedes Kind mehr oder minder gefährdet, jedoch erhöht sich das Risiko je früher Kinder mit einem solchen Medium in Kontakt kommen, d.h. solange sich das Wesen des Kindes noch nicht gefestigt hat. Eltern sollten also schon früh darauf achten, wie oft und wie lange ihr Kind Medien benutzt.
Mediensüchtige werden häufig aggressiv oder depressiv und unzufrieden. Die Meisten vereinsamen und haben kaum noch Freunde. Als körperliche Schäden können durch das viele Sitzen Rücken- und Kopfschmerzen auftreten, auch irreparable Sehschwächen sind häufig vertreten. Eng verknüpft mit der Mediensucht sind chronische Krankheiten wie z.B. Fettsucht (Adipositas). Bislang gibt es allerdings keine exakte Definition der Mediensucht, da die wissenschaftliche Forschung hier noch am Anfang steht. Deshalb werden die Kosten, mittlerweile vorhandener, Therapien von den Krankenkassen auch nicht immer übernommen.
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