Süchtig nach Sex aus dem Internet
Das Internet mit seiner enormen Informationsvielfalt und Anonymität verleitet viele Benutzer auch pornografische Webseiten oder Chats zu besuchen. Der Begriff „Sex“ ist der am häufigsten eingegebene Suchbegriff in Suchmaschinen. Nach nur wenigen Klicks befindet sich der User inmitten von erotischen Bildern, Videos und Live-Chats und das mit sehr geringem Risiko von irgendjemand ertappt zu werden. Das ist wesentlich einfacher und sicherer als ein Besuch im Rotlichtviertel der eigenen Stadt. Doch für viele Menschen entwickelt sich ein Zwang – sie können nicht mehr aufhören und suchen immer häufiger nach der Befriedigung im Netz.
Doch was ist Cybersex eigentlich?
Dieser futuristisch klingende Begriff steht ganz einfach für den Konsum pornografischer Bilder und Videos, der fast immer zur Masturbation vor dem PC führt. Auch sexuell stimulierenden Unterhaltungen in Chats oder sexuelle Handlungen vor der Webcam, die dem unbekannten Gegenüber präsentiert werden, gehören in die Kategorie Cybersex.
Wie Onlinesexsucht entsteht.
Es beginnt bei der allgemeinen Internetsucht. Immer mehr Psychologen berichten von Patienten, die Hilfe bei ihnen suchen, weil sie täglich Stunden vor dem PC sitzen und immer mehr in den Sog des Internets gezogen werden. Soziale Beziehungen brechen, die Leistung im Schulalltag oder Arbeitsleben sinkt und der Betroffene isoliert sich immer mehr. Cybersexsucht ist eine Sparte der Internetsucht. Hier ist der Grund der Internetnutzung der einfache Zugriff auf pornographisches Material, der anonyme Dirtytalk über Chats und das Verlangen das Internet immer häufiger zur Selbstbefriedigung zu nutzen.
Der Preis ist hoch.
Der Preis ist hoch. Auch wenn regelmäßiger Konsum von Pornografie auf den ersten Blick harmlos wirkt, verbirgt sich hinter der Onlinesexsucht eine große Gefahr. Cybersexsüchtige geraten zunehmend in eine Isolation, ziehen sich zurück vom Ehepartner oder Lebensgefährten. Auch Freundschaften aus dem realen Leben treten in den Hintergrund, da sich der Betroffene nicht vom Computer lösen kann. Er gerät immer mehr in den Sog seines Zwanges, was letztendlich auch zum Verlust von der Arbeitsstelle und den eigenen vier Wänden führen kann.
Bin ich süchtig nach Cybersex? Ihr Sexualleben spielt sich hauptsächlich im Internet ab. Der Partner, Ihre Freunde oder Familie fühlen sich von Ihnen vernachlässigt. Sie werden wütend, wenn andere Personen sie bitten weniger Zeit am PC zu verbringen. Die Pornobilder oder Videos, die Sie sich ansehen, sowie Ihre Chatdialoge werden immer tabuloser und drastischer. Sie masturbieren während Sie im Internet sind. Probleme in der Schule oder auf der Arbeit sind entstanden. Sie vergessen die Zeit im Internet und erschrecken immer wieder wie viel Stunden sie wieder online waren. – Haben Sie sich in dieser Beschreibung wiedergefunden? Je mehr die vorangegangene Beschreibung auf Sie zutrifft, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie onlinesexsüchtig sind. In diesem Falle empfehlen wir Ihnen, Ihre Onlinezeiten immer mehr zu verkürzen und sich zur Unterstützung professionelle psychologische Hilfe zu suchen. |